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Lieblingsfach Mathe? Passende Berufe für deine Zukunft

Mentor zeigt Schülerin Berufe mit Mathe auf
Du jonglierst gerne mit Zahlen und mathematische Fragestellungen zu lösen, gefällt dir? Wenn Mathe dein Lieblingsschulfach ist, fragst du dich vielleicht, was du damit beruflich machen kannst. Die Antwort: Jede Menge! Denn Mathematik ist eine wichtige Grundlage für viele verschiedene Berufe in unterschiedlichen Branchen. Damit du den richtigen Matheberuf für dich und deine Interessensschwerpunkte findest, geben wir dir mit diesem Beitrag ein paar Tipps an die Hand. Auch erfährst du, warum ein Beruf mit Mathe absolut spannend ist!

Inhalts­verzeichnis

Dein Fähigkeiten- und Interessenscheck rund um Mathe

Du möchtest Mathe zu deinem Beruf machen und suchst noch nach der richtigen Branche? Dann kann es sich lohnen, dir aufzuschreiben, was genau dir an der Mathematik so gut gefällt. Warum ist Mathe dein Lieblingsfach? Welches mathematische Gebiet liegt dir am meisten?

Checkliste für Berufe mit Mathe

Eine Checkliste über deine Fähigkeiten und Interessen kann dir dabei helfen, einen passenden Beruf mit Mathe zu suchen. Die kann zum Beispiel so aussehen:

Meine Interessen und Fähigkeiten in Mathe

  • Analysis, Algebra, Geometrie, Stochastik oder andere Teilgebiete der Mathematik verstehen lernen
  • Muster und Strukturen erkennen, beschreiben und hinterfragen
  • Logisch denken und argumentieren
  • Komplexe Zusammenhänge erkennen und mathematische Probleme lösen
  • Gesetzmäßigkeiten ableiten

Wo sind deine Mathekenntnisse gefragt?

Rechnen ist genau dein Ding und du fragst dich, wo du dieses Talent einsetzen kannst? Matheberufe sind sehr vielfältig und deine Fähigkeiten werden in den unterschiedlichsten Bereichen gebraucht. Neben dem Bildungssektor zum Beispiel in technischen Berufen. Deine Rechenkünste kannst du zum Beispiel hier voll zur Geltung bringen:

  • Bildung (Schulen, Hochschulen)
  • Forschungseinrichtungen
  • Computer- / IT-Branche
  • Logistikbranche
  • Finanzsektor
  • Versicherungsbranche
  • Bauwesen
  • Unternehmensverwaltung
  • Industrie

In welcher dieser Branchen siehst du dich? Könntest du dir vorstellen, in einen Beruf dieser Bereiche hineinzuschnuppern?

Good to know

Neben dem Rechnen kannst du in einem Beruf mit Mathe auch viele weitere deiner Fähigkeiten einsetzen. Ergänze die Checkliste deiner Lieblingsarbeitsorte im Bereich Mathe um deine Lieblingstätigkeiten. Damit schaffst du dir eine gute Basis für die Suche nach einem passenden Matheberuf.

Welche Berufe mit Mathe gibt es?

Wenn du nach einem Beruf mit Mathe suchst, kam dir sicher schon einmal die Arbeit deines Mathelehrers oder deiner Mathelehrerin in den Sinn. Aber auch viele andere Berufe erfordern deine mathematischen Kenntnisse – vielleicht auch in Kombination mit anderen Wissenschaften. 

Denn Mathe ist eines der sogenannten MINT-Fächer – neben Informatik, Naturwissenschaften und Technik.   Und in Berufen aus dem MINT-Bereich kommt es oft auch zu fachlichen Überschneidungen. 

Wenn dir also auch der Chemie- oder Physikunterricht besonders viel Spaß macht, könnten unsere Berufsvorstellungen in den Blogbeiträgen „Physik als Lieblingsfach?“ oder „Lieblingsfach Chemie?“ interessant für dich sein. Lerne die folgenden Berufe mit Mathe kennen und du wirst merken, dass naturwissenschaftliche und technische Tätigkeiten Hand in Hand gehen.

Lass’ dich inspirieren von unserem Berufe-Video oder lies einfach hier weiter.

Investmentfondskauffrau/-mann

Du liebst es, analytisch zu denken und kannst dir vorstellen, Kundengespräche zu führen? Als Investmentfondskauffrau oder -mann hast du ständig die ganze Finanzwelt im Blick und spürst wichtige Trends auf. Mit diesem Wissen berätst du deine Kundschaft zielsicher darin, wie sie am besten ihr Geld anlegen.

Typische Aufgaben

  • Wertpapier-, Geld- und Kapitelmarkt analysieren
  • Immobilienstandorte bewerten
  • Finanzmärke im In- und Ausland beobachten
  • Fonds und Depots der Kunden betreuen
  • Buchhaltung und Buchführung
  • Beratungs- und Verwaltungstätigkeiten
  • Handlungsaufträge abwickeln

Ausbildung

  • duale Berufsausbildung

Ausbildungsdauer

  • 3 Jahre

Mechatroniker*in

Als Mechatroniker*in verbindest du Mathematik mit Technik und Handwerk. Du baust Waschmaschinen, Windräder oder sogar Roboter und trägst damit deinen Teil zur Industrie und der Entwicklung neuer Technologien bei. Mit deinem Know-how und deiner Kreativität entwirfst du intelligente Anlagen, die die Produktion der Zukunft von Grund auf verändern können. 

Mechatronikerin arbeitet mit elektronischen Geräten

Typische Aufgaben

  • Materialien verarbeiten und Bauteile herstellen

  • Mechatronische Anlagen entwerfen, aufbauen und installieren

  • Technische Anlagen programmieren und in Betrieb nehmen

  • Anlagen warten und reparieren, Softwarefehler beheben

Ausbildung

  • duale Berufsausbildung

Ausbildungsdauer

  •  3,5 Jahre

Ingenieur*in Elektrotechnik

Auch als Ingenieur*in für Elektrotechnik kannst du sehr vielseitig arbeiten und dich zugleich auf ein Teilgebiet spezialisieren, in dem du deine Zukunft siehst. Da gibt es zum Beispiel die Informationstechnik, die elektrische Energietechnik, die Mess-, Regel- und Automatisierungstechnik oder die Mikroelektronik. All diese Bereich lernst du im Studium und auch durch Praktika kennen und kannst dann später im Beruf entscheiden, worin du dich vertiefen möchtest. Du schraubst an innovativen Fertigungsanlagen, entwirfst smarte Elektroprodukte oder sorgst mit den neusten Technologien für energiesparende Systeme, die uns zukünftig beim Umweltschutz helfen. 

Typische Aufgaben

  • Arbeit mit verschiedenen Bauelementen berechnen und erproben

  • Programmierung und Inbetriebnahme elektrotechnischer Anlagen und Systeme

  • Qualitätssicherung, Wartung und Reparatur von Anlagen

  • Neuentwicklung oder Optimierung von Elektroautos, Smart Homes oder Industrierobotern und vielen weiteren innovativen Systemen

Studiengang

  • Elektrotechnik  

Regelstudienzeit

  • 3 bis 4 Jahre

Mathelehrer*in

Als Mathelehrer*in kannst du dein Wissen weitergeben und nachfolgenden Generationen wichtige Grundkenntnisse für ihr Leben mitgeben. Du stellst dich auf die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen deiner Schüler*innen ein und wendest effektive Lernmethoden an, um ihnen die verschiedenen Teilgebiete der Mathematik beizubringen. 

Mathelehrer steht an einer Tafel an der mathematische Formeln aufgeschrieben sind

Typische Aufgaben

  • Schüler*innen motivieren und fördern

  • Mathematische Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten vermitteln

  • Mathematikunterricht planen und durchführen

  • Lernfortschritte der Schüler*innen kontrollieren und Lernerfolge bewerten

Studiengang

In der Regel kombinierst du Mathe mit anderen Fächern, die du unterrichten möchtest. Der Ablauf des Studiums kann in verschiedenen Bundesländern und Hochschulen unterschiedlich sein.

  • Lehramt (Grundschule)

  • Lehramt (Real-, Haupt-, Sekundarschule)

  • Lehramt (Gymnasium)

Regelstudienzeit

  • 5 bis 6 Jahre, ggf. mit Staatsexamen

Haben dich die vorgestellten Berufe mit Mathe neugierig gemacht? Deine beruflichen Möglichkeiten im mathematischen Bereich sind sehr vielfältig – egal ob mit Ausbildung oder mit Studium. Und das Beste: Alle diese Berufe sind auch in der Zukunft sehr gefragt! 

Welche Trends gibt es in Matheberufen?

Warum sind Mathematiker*innen eigentlich so gefragt? Und wo entwickeln sich Berufe mit Mathe zukünftig hin?

Berechnungen und mathematische Analysen sind wichtige Fähigkeiten, die für technologische Innovationen gebraucht werden. Gerade im Zuge der Digitalisierung und der Weiterentwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) sind MINT-Fachkräfte sehr gefragt – jetzt und in Zukunft.

Der MINT-Frühjahrsreport 2023 des IW (Institut der deutschen Wirtschaft) berichtet über die zentralen Trends, die dafür sorgen werden, dass die Nachfrage nach MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) auf dem Arbeitsmarkt in Zukunft stark ansteigen wird. Schon heute bieten Firmen viel mehr Jobs für MINT-Fachkräfte und MINT-Akademiker*innen an als es Bewerber*innen hierfür überhaupt gibt. Wir haben in diesem Beitrag die wichtigsten Zukunftstrends in Matheberufen für dich zusammengefasst.

Digitale, datengetriebene Geschäftsmodelle haben zukünftig eine große Bedeutung und verschaffen zunehmend einen Wettbewerbsvorteil auf hart umkämpften Märkten. Viele kleine und mittelständische Unternehmen wissen aber nicht, wie sie so ein Modell entwickeln und nutzen können für ihr Geschäft. Der Hauptgrund hierfür ist, dass ihnen die entsprechenden IT-Expertinnen und –Experten dafür fehlen. In den kommenden Jahren werden daher IT-Fachkräfte verstärkt nachgefragt.

Da mathematische Fähigkeiten die Grundlage für IT-Berufe bilden, ist die Branche datengetriebener Geschäftsmodelle eine der Zukunftsbranchen für Mathematiker*innen.

Ein Beruf mit Mathe ist in Zukunft häufig auch ein Klimaschutzberuf. Denn das übergeordnete Ziel der Wirtschaft der Zukunft ist es, Kohlenstoffdioxid (CO2) zu reduzieren, umso den Klimawandel zu verlangsamen. Deswegen wird sich die Industrie intensiv damit beschäftigen, klimafreundliche Technologien und Produkte zu entwickeln. Dafür werden neben IT-Spezialistinnen und –Spezialisten, Ingenieure und Ingenieurinnen wie z.B. Umweltingenieurinnen und -ingenieure gebraucht.

Die Industrie der Zukunft setzt neben Digitalisierung vor allem auf Automatisierung. Deshalb besteht ein großes Interesse an Industrierobotern, die programmiert werden können und deshalb besonders präzise und selbstständig arbeiten. Sie sollen Werkstücke montieren, verarbeiten und sogar ihre eigenen Ersatzteile bestellen können. Das effiziente und fehlerfreie Arbeiten der Roboter spart Kosten, Energie und weitere Produktionsressourcen. 

So können intelligente Systeme, unter anderem, große Industrieanlagen so steuern, dass diese beispielsweise kein Gramm Holz oder keinen Milliliter Wasser mehr als nötig für die Produktion verbrauchen. Auch in diesem Bereich werden neue Jobs für MINT-Spezialistinnen und -spezialisten entstehen, die mit ihren Mathekenntnissen solche KI-Systeme für spezielle Branchen und Einsatzbereiche entwickeln, optimieren und warten können.

Neben Künstlicher Intelligenz ist Vernetzung das Stichwort der Zukunft. Sowohl die Industrie als auch der Dienstleistungssektor ist deshalb auf der Suche nach innovativen Anwendungen, die Menschen untereinander sowie Mensch und Maschinen besser verbinden.

Dank AR- und VR-Technologien sollen Anwender*innen zukünftig Maschinen aus der Entfernung in Betrieb nehmen oder reparieren können. Das funktioniert zum Beispiel mit Datenbrillen.  Auch in der Aus- und Weiterbildung spielen diese Technologien zukünftig eine sehr wichtige Rolle. Denn sie bieten Lernenden z.B. die Möglichkeit, mit der Theorie auf Tuchfühlung zu gehen und mit den Lerninhalten zu interagieren. 

Warum ein Beruf mit Mathe spannend ist

Wie du siehst, verschmelzen mathematische Tätigkeiten häufig auch mit technischen Tätigkeiten. Warum das sehr spannend ist?

Du bist ganz vorne mit dabei, wenn es darum geht, Zukunftstrends mitzugestalten und mit deinem technologischen Wissen etwas zum Umwelt- und Klimaschutz beizutragen. Ebenso kannst du als Mathelehrer*in an einer Schule oder als Professor*in der Mathematik an einer Hochschule die Weichen für unsere Zukunft stellen. Nämlich, indem du die mathematischen Kompetenzen der Fachkräfte von morgen stärkst.

Wie auch immer du dich nun weiterorientieren möchtest, eine Checkliste, die dir deine Interessen und Fähigkeiten immer wieder vor Augen führt, kann ein erstes Hilfsmittel sein. Wenn du noch Fragen zu deiner Berufswahl hast oder Unterstützung brauchst, nimm gerne über Instagram oder die Website Kontakt zu uns auf. Wir helfen dir gerne!

Über die Autorin

Hi, ich bin Maren und seit vielen Jahren als Redakteurin tätig. Ich schreibe unter anderem für Blogs und Websites, kenne mich aber auch in der Konzeption interaktiver E-Learnings aus. Meine Schwerpunktthemen reichen von der Berufs- und Arbeitswelt, über Lernen, Bildung und Hochschulwesen bis hin zur vergleichenden Kulturforschung.

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